Freizeit & Tourismus » Heimatmuseum

Anlässlich der 700-Jahrfeier der Stadt Liebenau im Jahr 1993 wurde der Geschichtskreis Liebenau gegründet und die ersten Schritte zur Errichtung eines Heimatmuseums getan. In 1995 wurde dem Geschichtskreis ein kleines Fachwerkhaus, erbaut Mitte des 18. Jahrhunderts, von der Stadt Liebenau zur Verfügung gestellt. Im Laufe der Jahre wurde das Haus durch die Eigenleistung der Mitglieder mit viel ehrenamtlichem Engagement zu einem kleinen Museum ausgebaut.

Dieses Fachwerkhaus ist kein typisches Bauernhaus in Form eines diemelsächsischen Längsdielenhaus, sondern in seiner Art eher typisch für ein Wohnhaus eines Arbeiters, Handwerkers oder Händlers. Vielleicht hat hier einst auch ein Leineweber mit seiner Familie gewohnt. Typisch für alle Häuser aus dieser Zeit sind die meist sehr niedrigen Räume im 1. Stock, in dem sich insbesondere die Schlafräume befanden, das Erdgeschoss war hingegen relativ hoch. Im Erdgeschoss waren im Museumshaus ursprünglich auch Ställe für Ziegen und Schweine integriert. Ein Garten, der wie die Tierhaltung der Selbstversorgung diente, schloss sich am Haus an.

Unser Museum ist ein Ort, an dem die Geschichte Liebenaus und seiner Bewohner lebendig wird. Bei der Auswahl der Exponate wurde ein Schwerpunkt auf das zu seiner Zeit übliche und für unsere Region in besonderer Weise prägende Handwerk gelegt. Darüber hinaus wurde mit der Auswahl landwirtschaftlicher Geräte und selbst hergestellter Artikel des täglichen Bedarfs die Lebens- und Arbeitswelt der Bürger der vergangenen Jahrhunderte veranschaulicht.

So ist den Liebenauer Leinewebern des 19. Jahrhunderts ein eigener Ausstellungsraum gewidmet, inklusive Webmuster und altem Meisterbrief.

Ebenso gibt es eine vollständig vorhandene Schuhmacherwerkstatt, die eines der ältesten Handwerke repräsentiert.

In einem extra eingerichteten Lesezimmer gibt es alte Bücher und Zeitungen. An den Wänden, insbesondere im Erdgeschoss, findet man Dokumente, Zeichnungen, Bilder sowie erste Fotografien aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. /p>

Zwei weitere Räume zeigen eine alte Küche mit Stube sowie einen Schlafraum.

Alle Exponate wurden dem Museum von Bürgern unserer Großgemeinde zur Verfügung gestellt.

Neugierig geworden? Unser Museum steht nach Terminabsprache für alle Besucher offen! Wir freuen uns auf sie.

Ansprechpartner: Willi Möller, Tel. 0 56 76 / 431


Bildergalerie


Virtueller Rundgang durchs Museum

Bilder © Marcus Breindl