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Eine gute Breitbandversorgung gehört mittlerweile zur Daseinsvorsorge wie die Bereitstellung von Trinkwasser oder Kindergartenplätze!

Aktuelle Versorgungssituation

In den Stadtteilen der Stadt Liebenau gibt es eine ganz unterschiedliche Versorgungslage. Einen Überblick über die prinzipiell verfügbaren Bandbreiten und Technologien (Leitungsgebunden/Drahtlos) kann man sehr schnell über die Homepage des BMVI bekommen. Hier hat man die Möglichkeit selbst für den eigenen Standort eine individuell angepasste Auskunft einholen.

In den Stadtteilen Niedermeiser, Ersen, Lamerden und Griemelsheim wird die leitungsgebundene Versorgung - neben der Telekom - durch die Firma ACO sichergestellt. Die Firma ACO hat 2013 in den bis dahin sehr schlecht versorgten Stadtteilen, unter Inanspruchnahme staatlicher und kommunaler Fördermittel, ein Versorgungsnetz über Richtfunkstrecken aufgebaut.

In den übrigen Stadtteilen werden leitungsgebundene Netze von der Deutschen Telekom betrieben.

Breitbandförderung des Bundes

Im Rahmen eines Bundesförderprogramms hat die Stadt Liebenau zusammen mit sechs weiteren Kommunen aus dem Altkreis Hofgeismar ein Büro beauftragt, den Sachstand der Versorgungslage in den Kommunen festzustellen. Dieses Projekt ging von 2017- 2018 und wurde zu 100% vom Bund finanziert. Das Ergebnis der Sachstandserhebung (Markterkundung) war zumindest für die Stadt Liebenau extrem ernüchternd. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Abfrage durch das Büro bei den Internetdienstanbietern im Stadtgebiet Liebenau ergeben hat, dass bis zum Jahresende (maßgeblich ist der Abfragezeitpunkt von da an gerechnet 36 Monate) 2020 das gesamte Stadtgebiet bis auf 21 Anschlußteilnehmer (Aussiederlhöfe etc. ) mit Bandbreiten von mehr als 30 Mbit/s versorgt werden oder bereits versorgt sind. Diese Aussagen beruhen auf Selbstauskünften der befragten Telekomunikationsunternehmen. Dies ist von der Regulierungsbehörde im Verfahren behördlich so festgelegt. Die Studie wurde im Rahmen einer Bürgerversammlung am 13.12.2017 in der Kulturscheune Liebenau vom beauftragten Büro vorgestellt. Die Ergebnisse können hier noch einmal nachgelesen werden.

Perspektivische Versorgung

Breitbandversorgung gehört heutzutage genauso zu Grundversorgung und Daseinsvorsorge wie beispielsweise die Trinkwasserversorgung. Gute Breitbandversorgung entscheidet bereits heute über die Attraktivität von Standtorten. Aus diesem Grund kümmert sich die Stadt Liebenau im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch in diesem Bereich um eine positive Entwicklung.

In diesem Zusammenhang sind diverse Aktivitäten bereits angelaufen. So wurde und wird beispielsweise im Rahmen der Erneuerung der Trinkwasser- und Abwasserleitungen in der Altstadt Liebenau ein Glasfaserleitungsnetz aufgebaut. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier Glasfaser bis in die Häuser (Fiber to the Building - FTTB) schon bald verfügbar sein wird. Unser Kooperationspartner, die Netcom Kassel, wird dieses Netz dann betreiben. Dort werden Bandbreiten von 1000 Mbit/s und mehr verfügbar sein.

Darüber hinaus ist die Stadt Liebenau im Projektgebiet der Breitband Nordhessen GmbH (BNG) verortet. Bis Ende 2019 sollen alle fünf Landkreise des Projektgebietes mit Leerrohren und Glasfaserkabeln erschlossen sein. Dann kann der Netzbetreiber (die Netcom Kassel) die Anschlusstechnik für unsere Region in dieser Infrastruktur installieren. Zunächst wird das Glasfaserkabel bis in die Orte (zu den Kabelverzweigern) gelegt, und wir bieten eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 Megabit/s an (mit dem Einsatz von Vectoring durch den Netzbetreiber sind auch Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 100 Megabit/s möglich).

Den Baufortschritt kann jeder Bürger selbst für seinen Wohnort auf der Homepage der Breitband Nordhessen abrufen.

Auch die Telekom hat Breitbandausbaupläne, den aktuellen Ausbausachstand können Sie unter folgendem Link nachlesen: Ausbaustatus Telekom Netz


Weitere Ausbauperspektiven im Stadtgebiet Liebenau

Leitungsgebundener Ausbau

Da auch der Ausbau durch die BNG ein mit staatlichen Mitteln gefördertes Projekt ist, darf die BNG wegen des Verbotes der Doppelförderung nicht in Projektgebieten ausbauen, die zuvor bereits an einer Fördermaßnahme teilgenommen haben. Das ist der Grund, warum für das Stadtgebiet Liebenau die BNG die Stadtteile Niedermeiser, Ersen, Lamerden und Griemelsheim nicht ausbauen darf, zumal diese Stadtteile darüber hinaus bereits mit Internet von mehr als 30 Mbit/s versorgt werden (siehe Markterkundungsstudie). Nur Bandbreiten unterhalb dieses Wertes gelten als unterversorgt und somit förderungsfähig. Inwieweit sich hier für die Zukunft neue Perspektiven ergeben bleibt abzuwarten.

Mobiler Ausbau

Auch die mobile Netzabdeckung ist je nach Stadtteil und Provider höchst unterschiedlich im Stadtgebiet. Im Jahr 2016 hat die Stadt zusammen mit dem Breitbandbeauftragten des Landkreises alle großen Telekomunikationsunternehmen um Auskunft über die Ausbauperpektiven der Stadtteile Liebenaus gebeten, insbesondere dort wo es Netzabdeckungslücken gibt. Die Stadt hat in diesem Schreiben deutlich gemacht, das für einzelne Standorte massiv der Aufbau von Infrastruktur (Stromversorgung, Grundstücksbereitstellung,...) unterstützt würde. Leider haben alle TK Unternehmen - bis auf eines - eine Ausbauperspektive aufgrund der zu geringen Anschlußteilnehmerzahlen negativ beschieden. Das eine Unternehmen hat schlussendlich den Ausbauplänen ebenfalls eine Absage erteilt.

Bundesnetzagentur veröffentlicht Mitteilung zu Abweichungen bei Breitbandgeschwindigkeiten im Festnetz

Die Bundesnetzagentur hat eine Mitteilung veröffentlicht, die die Kriterien zur Bewertung von vertragskonformen Leistungen für einen Internetvertrag festlegt. Weitere Details entnehmen Sie bitte direkt der Homepage der Bundesnetzagentur.

Messung der Breitbandgeschwindigkeit

Leitungsgebundener Anschluß

Mit dem Test haben Endkunden die Möglichkeit, eigenständig die Leistungsfähigkeit ihres breitbandigen Internetzugangs zu überprüfen. Die Breitbandmessung erlaubt es, die tatsächliche Datenübertragungsrate des jeweiligen Breitbandanschlusses mit der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate zu vergleichen. Die hierfür notwendige, geräteunabhängige Desktop-App kann hier "Desktop App" heruntergeladen werden.

Mobiler Anschluß

Eine ebenso von der Bundesnetzagentur angebotene, geräteunabhängige App für die Messung des mobilen Internetzugangs kann hier "Mobile App" heruntergeladen werden.